Ashwagandha

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Ashwagandha (Withania somnifera), auch als Schlafbeere oder Winterkirsche bekannt, gehört zu der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist botanisch mit der Physalis verwandt. Ihre ursprüngliche Heimat reicht von Afrika über den Nahen Osten bis nach China, wobei sie insbesondere in trockenen Gebieten Indiens, Pakistans und Afghanistans anzutreten ist. Die Wurzel von Ashwagandha wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Ayurveda- und Unani-Ernährungslehre Indiens eingesetzt. Eine frühe Beschreibung der Heilpflanze geht zurück den Naturforscher Carl von Linné der die Pflanze zunächst „Physalis somnifera”. nannte. Das lateinische Wort „somnifera” bedeutet „schlafbringend”.

Die immergrüne krautige Pflanze kann bis zu 150 Zentimeter hochwachsen. Sie ist robust und anpassungsfähig. Ihre kräftigen Wurzeln reichen rund 30 Zentimeter tief in die Erde. Ein Blütenstand der Schlafbeere trägt vier bis sechs Einzelblüten. Sie sind gelb bis hellgrün und sehen aus wie kleine Glöckchen. Zur Fruchtreife vergrößert die Blüte zu einer Art Lampion im Miniaturformat mit einer innen sitzenden tomatenroten Beere. Was allerdings so appetitlich aussieht, ist wegen der enthaltenen Saponine giftig.

Einsatz in der Ayurvedischen Ernährungslehre

Von dem kleinen immergrünen Strauch wird für Nahrungsergänzungsprodukte zumeist die Wurzel genutzt. Diese haben einen markanten Geruch der als Namensgeber für Ashwagandha (aus dem Sanskrit „Geruch des Pferdes“) gilt. Neben der Wurzel können auch die Blätter der Ashwagandha genutzt werden.

Ashwagandha gehört zu den am häufigsten genutzten Mitteln der ayurvedischen Ernährungslehre. Die Heilpflanze soll gut verträglich sein und laut Überlieferung hilft sie beim Einschlafen, sorgt für innere Ruhe und erhöht die Leistungsfähigkeit.

Wie Ginseng oder Rosenwurz gilt die Schlafbeere als „Adaptogen“ – so nennt man Pflanzen die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe Eigenschaften besitzen unsere körperliche Anpassungsfähigkeit zu verbessern. Zu den Inhaltsstoffen von Ashwagandha zählen vor allem beruhigende Alkaloide. Durch deren biochemischen Wirkungen soll Ashwagandha den Körper dabei unterstützen, sich besser an psychische und körperliche Belastungen anzupassen.(1, 2)

Ashwagandha enthält verschiedene pflanzliche Wirkstoffe, die für die positiv wirkenden Eigenschaften verantwortlich sein sollen. Besonders gut untersucht sind die sogenannten Withanolide . Den Withanoliden werden entzündungshemmende, antioxidative, abwehrstärkende Eigenschaften zugesprochen.(3, 4)

Weiterführende Literatur

  1. Speers AB, Cabey KA, Soumyanath A, Wright KM. Effects of Withania somnifera (Ashwagandha) on Stress and the Stress- Related Neuropsychiatric Disorders Anxiety, Depression, and Insomnia. Curr Neuropharmacol. 2021;19(9):1468-95.
  2. Vittal M, Vinciguerra M. Enhancing healthspan with Ashwagandha (Withania somnifera): a comprehensive review of its multifaceted geroprotective benefits. Biogerontology. 2025;26(5):179.
  3. Mandlik Ingawale DS, Namdeo AG. Pharmacological evaluation of Ashwagandha highlighting its healthcare claims, safety, and toxicity aspects. J Diet Suppl. 2021;18(2):183-226.
  4. Paul S, Chakraborty S, Anand U, Dey S, Nandy S, Ghorai M, et al. Withania somnifera (L.) Dunal (Ashwagandha): A comprehensive review on ethnopharmacology, pharmacotherapeutics, biomedicinal and toxicological aspects. Biomed Pharmacother. 2021;143:112175.

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